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die Chronik von Niederembt Schützenfest in Niederembt vom 25. bis 28. August 2017
Karl Bodewig wird erster Schützenkaiser in der Geschichte der Schützen- bruderschaft seit 1502

Schützenfest in Niederembt
vom 25. bis 28. August 2017

Karl Bodewig wird erster Schützenkaiser in der Geschichte der Schützenbruderschaft seit dem Jahr 1502


Schützenkaiser Karl Bodewig und Bürgerkönigin Agnes Bodewig


Jungschützenkönig Nils Scheer (2. v.l.)
Schülerprinzessin Ronja Steinhauer (1. v.l.)
Zugkönig Jan Spennrath (2. v.l.) von den Embekeilern




Schützenkaiserfest in Niederembt

Am vergangenen Wochenende feierte die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Niederembt ein Jubiläum: sie besteht in diesem Jahr 515 Jahre. Krönung dieses Festes war eine Majestät, die es in Niederembt in all den Jahren noch nicht gegeben hat: Karl Bodewig hatte im vergangenen Jahr den Vogel zum dritten Mal in seinem Leben abgeschossen und wurde dadurch der erste Schützenkaiser des Ortes. "Ich wollte es einfach nochmal wissen. Eine Lehre bricht man ja auch nicht einfach ab. Ein unbeschreibliches Gefühl", bekannte er. Am Samstagabend nach der Messe legte ihm Brudermeister Werner Geuer das stattliche Schützensilber an. Gleich danach wurde seine Ehefrau Agnes geehrt, sie hatte beim Bürgerkönigsschießen ebenfalls auf den Vogel geschossen und sich gegen mehrere Mitbewerberinnen durchgesetzt und begleitet ihren Mann als Bürgerkönigin.

Nils Scheer war beim Schützenfest im vergangenen Jahr noch gar kein Mitglied der Bruderschaft, er wohnt in Angelsdorf, hat aber gute Kontakte nach Niederembt. "Ich bin hier bei den Messdienern und einige meiner Freunde dort sind bei den Jungschützen, da bin ich einfach mal mitgegangen", erzählte er. Die Atmosphäre habe ihm gefallen und so wurde er am Montag nach dem Schützenfest 2016 Mitglied und da gerade das Schießen um den Jungschützenkönig anstand, machte er mit und war auf Anhieb erfolgreich. Schülerprinzessin Ronja Steinhauer ist ebenfalls noch nicht lange in der Bruderschaft, mit ihren heute elf Jahren war sie im vergangenen Jahr gerade eben alt genug, um beim Wettschießen um die Schülerprinzenwürde mitzumachen und schaffte gleich den finalen Schuss. Vater Thorsten Steinhauer, der in 2016 Schützenkönig war, war begeistert und ist sehr stolz auf seine Tochter.

Auch der Jägerzug Embekeiler kürte mit Jan Spennraht einen Zugkönig und so feierten die Schützen in diesem Jahr wieder ein Fest mit fünf Majestäten. Beim Ball am Samstagabend spielten zunächst die Weckfreunde auf, später sorgte die Kölsch-Gruppe Miljö neunzig Minuten lang für Stimmung im gut besetzten Festzelt. Am Sonntagnachmittag setzte sich der Schützenzug bei strahlendem Sonnenschein in Bewegung durch das Dorf. Mit dabei war eine Abordnung des Bürgervereins Tollhausen, die Bruderschaft aus Oberembt. Auch Ortsvorsteherin Sophia Schiffer, der Stellvertretende Bürgermeister Peter Ruhnke und Präses Pfarrer Stefan Lischka zogen mit durch den Ort.

Am Montag nach dem Schützenfest findet bei der Bruderschaft seit einigen Jahren das Schießen um die Majestäten des nächsten Jahres statt, und die Ehre des Schützenkönigs 2018 errang Heinz Jeske, Geschäftsführer der Bruderschaft. Den Wettkampf und die Ehre der Jungschützenkönigin wetteiferten drei junge Damen, von denen Julia Jeske sich durchsetzte. So werden Vater und Tochter beide als Majestäten das kommende Schützenfest feiern. Angesteckt mit dem Schützenvirus wurde auch Torben Scheer, er eiferte seinem älteren Bruder Nils, dem derzeitigen Jungschützenkönig, nach und wurde Schülerprinz.

(mos)

Rundblick Elsdorf, 8. September 2017




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